Es gibt wohl kaum ein Thema, das in den vergangenen Jahren so sehr in den Alltag der Menschen eingegriffen hat wie die Corona-Pandemie (SARS-CoV-2). Auch wenn diese Zeit inzwischen hinter uns liegt, hat sie unser Bewusstsein für Gesundheitsschutz und Hygiene nachhaltig verändert. Ein zentrales Thema dieser Zeit war – und ist bis heute – das Tragen von Masken, genauer gesagt, des sogenannten Mund-Nasen-Schutzes.
Während in vielen asiatischen Ländern das Tragen von Masken schon lange selbstverständlich war – etwa zum Schutz vor Erkältungen, Feinstaub oder Allergenen –, wurde diese Praxis in Europa erst durch die Pandemie zu einem Teil des Alltags. Seither hat sich das Wissen über Masken, ihre Wirkung und ihre richtige Anwendung deutlich erweitert. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Masken – je nach Ausführung – einen wirksamen Schutz vor Viren, Tröpfchen und Aerosolen bieten können.
Auch nach dem Ende der Pandemie gibt es viele Situationen, in denen das Tragen einer Maske sinnvoll ist: etwa in der Erkältungszeit, in medizinischen Einrichtungen, beim Besuch pflegebedürftiger Angehöriger oder in großen Menschenmengen. Je nach Einsatzgebiet gelten unterschiedliche Anforderungen, die beachtet werden sollten, um das Risiko einer Ansteckung zu verringern.
Deshalb möchten wir Ihnen hier eine kleine Übersicht geben, worauf beim Tragen von Masken auch heute noch zu achten ist – für Ihre eigene Gesundheit und die Ihrer Mitmenschen.
Wie verwende ich Masken richtig?
Das richtige Anlegen
- Zunächst waschen Sie sich bitte gründlich die Hände.
- Berühren Sie nur die Gummi- bzw. Stoffbänder, um sich die Maske aufzusetzen.
- Setzen Sie die Maske an der Nase an und führen Sie die Schlaufen hinter Ihre Ohren und befestigen sie dort.
Das richtige Tragen
- Drücken Sie als letztes den Nasenbügel fest an. Umso enger die Maske am Gesicht anliegt, desto höher ist Ihr Schutz.
- Die Maske muss Nase, Mund und Kinn bedecken und darf an den Seiten nicht offen sein.
- Wenn Sie die Maske aufgesetzt haben, versuchen Sie, sie nicht zu berühren.
- Wenn die Maske verrutscht oder nicht richtig sitzt, berühren Sie sie nur an den Seiten, um sie wieder zurechtzurücken.
- Vermeiden Sie, die Maske zu oft aufzusetzen und abzunehmen.
- Berühren Sie bitte nur die Gummi- bzw. Stoffbänder.
Das richtige Abnehmen
- Nachdem Sie die Maske abgenommen haben, waschen Sie sich bitte gründlich die Hände.
- Sollten Sie die Maske kurz abnehmen müssen (um beispielsweise etwas zu trinken), dann legen Sie diese bitte an einem Ort ab, der danach leicht zu reinigen ist.
- Einmalmasken danach in einen abgedeckten Mülleimer werfen.
Welche Masken gibt es?
Zum Schutz gegen Viren gibt es verschiedene Arten von Masken, die unterschiedlich gegen eine Infizierung schützen. Wir möchten Ihnen hier die geläufigsten Arten kurz vorstellen. Auf selbstgebastelte Stoffmasken möchten wir hier nicht eingehen, da diese, abhängig von der Herstellungsweise, nur sehr bedingt bis gar nicht gegen Viren schützen.
Face Shield, auch Gesichtsvisier oder Gesichtsschutzschild genannt
Bietet Spritzschutz vor herumfliegenden Tröpfchen. Ist leicht zu reinigen und es kann darunter eine Maske oder auch eine Schutzbrille getragen werden. Das Face Shield wird deshalb oft in Supermärkten oder anderen öffentlichen Einrichtungen genutzt.
OP-Maske, OP Mundschutz, Medizinische Gesichtsmaske
Ist die sogenannte Alltagsmaske. Verwendung findet sie deshalb bei einem Großteil der Bevölkerung zu alltäglichen Anlässen. Sie ist leicht zu tragen und verringert in erster Linie, dass (potentiell infektiöse) Speichel-/Schleimtröpfchen des Trägers in die Umgebung gelangen.
FFP2-Masken
Diese Masken kommen ursprünglich aus dem Arbeitsschutz und filtern Partikel ebenso wie Viren oder Aerosole. Sie dienen in allererster Linie dem Eigenschutz. Sie liegen, anders als die OP-Masken, sehr eng an der Kopfform an und sind mit oder ohne Ventil erhältlich. FFP2 Masken filtern 94% aller Partikel und werden deshalb auch im medizinischem Bereich eingesetzt. Mittlerweile sind sie Standard für Supermarktbesuche oder Besuche anderer öffentlicher Einrichtungen geworden. Leider wird die Filterleistung durch Feuchtigkeit gemindert, sodass eine Wiederverwendung nicht empfohlen wird. Achten Sie bitte beim Kauf auf die ordnungsgemäße Zertifizierung.
FFP3-Masken
Der Unterschied zur FFP2-Maske besteht darin, dass diese Masken bis zu 99% aller Partikel und Aerosole filtern. Die FFP3 Masken finden deshalb besonderen Einsatz bei Umgang mit Personen, bei denen eine Infektion mit dem Virus bereits sehr wahrscheinlich ist. Beide Maskenarten sind auch als filtrierende Halbmasken erhältlich.
Wie kann man den Tragekomfort erhöhen?
In vielen Berufen ist eine Tätigkeit ohne Maske zurzeit nicht möglich. Längeres Tragen allerdings verursacht teilweise ein unangenehmes Gefühl und man ist ständig versucht, die Masken zu verrücken. Das wiederum bedeutet, dass man die Maske berührt und so auch mit den Viren in Berührung kommen kann. Um dies zu verhindern und um den Tragekomfort bei einer Langzeitnutzung zu erhöhen, gibt es bereits Zubehör. Dieses ermöglicht Ihnen, dass sich die Masken ideal Ihrer Kopfform anpassen, keine Anspannung hinter den Ohren entsteht und die Atmung um einiges erleichtert. Zwei sehr nützliche Utensilien sind deshalb der Maskenhaken und der 3D-Abstandshalter. Beide Dinge sind für wenig Geld zu erwerben und erleichtern, vor allem in Bereichen, die um eine längere Nutzung der Masken nicht umhinkommen, erheblich den Alltag.